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Tort(o)ur mit Happy-End 26. July 2015

Snowboarder Benjamin Karl beendet gemeinsam mit Partnerin Veronika Windisch die BIKE-Transalp, eines der härtesten Mountainbike-Etappenrennen der Welt, auf dem dritten Platz.

Die beiden erfolgreichen Wintersportler waren auch von einem Protest nicht zu stoppen. Die Bilanz des Niederösterreichers nach zwei Alpenüberquerungen mit insgesamt mehr als 1.500 Kilometern und fast 40.000 Höhenmetern fällt positiv aus.

„Wir wollten unbedingt aufs Stockerl – und das Ziel haben wir erreicht!“ Benjamin Karl und Veronika Windisch lagen sich im Ziel in Riva del Garda am Gardasee in den Armen, jubelten bei der Siegerehrung. Platz drei in der Mixed-Wertung nach mehr als 600 Kilometern und 19.000 Höhenmetern.

Daran konnte auch ein Protest der Viertplatzierten nichts ändern. Wegen einer Schlaufe am Mountainbike bekam das Team Karl/Windisch nach der 6. Etappe einen 15-Minuten-Penalty aufgebrummt. „Wir haben sofort Einspruch eingelegt und der Jury noch einmal das Regelbuch vorgelegt. Einspruch stattgegeben!“

So gingen der Niederösterreicher und die Steirerin mit einer dreiviertel Stunde Vorsprung in die letzte Etappe, die es mit 75 Kilometern und 2.500 Höhenmetern noch einmal in sich hatte. „Wir haben noch einmal alles gegeben und sind an unsere Grenzen gegangen. Es war eine richtig geile Erfahrung.“

Die starke Rad-Form möchte Karl nun mitnehmen zum Red Bull Dolomitenmann am 12. September in Lienz, wo er auf seiner Heimstrecke wieder den Bike-Part in seinem Team übernehmen wird. „Da möchte ich richtig etwas hinknallen!“

Die vielen Stunden im Sattel sind aber nicht nur der Kondition für den Weltcup-Winter 2015/2016 zuträglich. „Körperlich ist wieder sehr viel weitergegangen, ich bin wahrscheinlich so gut drauf wie noch nie. Aber speziell das Mountainbiken bringt auch sehr viel für Koordination und Geschicklichkeit am Brett.“

Das wird erst im Oktober wieder regelmäßig angeschnallt. „Ich gestalte meine Vorbereitung heuer etwas anders und möchte es so anlegen, dass die Formkurve ihren Höhepunkt erreicht wenn die Saison beginnt“, erklärt der 29-Jährige. Geplant sind aber einige Trainings am Mölltaler Gletscher, um das Gefühl für das Snowboard aufzubauen.

Parallel dazu liegt der Fokus in den nächsten Wochen und Monaten auf dem bewährten Mix aus Kraft- und Leichtathletik-Training. Denn Benjamin Karl hat wieder viel vor: „Der Marcel (Hirscher; Anm.) hat ordentlich vorgelegt, ich will mir auch zum vierten Mal den Gesamt-Weltcup holen!“

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Nach der Transalp ist vor der Transalp 17. July 2015

Auf ins nächste Bike-Abenteuer: Eine Alpenüberquerung war Benjamin Karl nicht genug. Nach der Transalp mit dem Rennrad geht es nur zwei Wochen später mit dem Mountainbike über 611 Kilometer mit mehr als 19.000 Höhenmetern von Bayern nach Italien. Der erfolgreiche Snowboarder und Partnerin Veronika Windisch haben sich ein ambitioniertes Ziel gesteckt: „Wir wollen im Mixed-Bewerb aufs Stockerl!“

Das Rennrad, sagt Benjamin Karl, ist für ihn ein Werkzeug. Um Kondition zu tanken für den Winter. „Die Geschwindigkeit reizt mich schon, aber das Mountainbike ist meine Passion. Am liebsten bin ich in der Natur unterwegs.“ Dafür hat der 29-Jährige ab Sonntag ausreichend die Gelegenheit.

Von der Biathlon-Hochburg Ruhpolding in Bayern geht es nach Riva del Garda am Gardasee. In sieben Tagen werden 611 Kilometer und mehr als 19.000 Höhenmeter überwunden. Auf die 1.200 Teilnehmer aus 40 Nationen warten beim härtesten Etappenrennen der Welt spektakuläre Trails mit kräfteraubenden Anstiegen und spektakulären Abfahrten, überwältigende Pässe und traumhafte Panoramen.

„Die Strecke bietet unzählige Highlights. Wir fangen über die Grasberge an bis hinunter in die Dolomiten. Das wird echt eine geile Geschichte.“ Die Karl mit Veronika Windisch in Angriff nimmt. Die Short-Trackerin, wie der Snowboarder bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi dabei, war in den letzten Jahren bereits sehr erfolgreich auf den verschiedensten Rädern unterwegs.

„Wir haben 2005 gemeinsam die Grundausbildung für Spitzensportler gemacht und waren schon damals viel mit dem Rad unterwegs. Damals haben wir noch gescherzt, dass wir irgendwann mal ein Rennen gemeinsam fahren, zehn Jahre später ist es so weit.“

Das Ziel ist ein Platz am Stockerl. „Das wäre eine Sensation für uns Nicht-Profis in einem richtig starken Feld, aber ich glaube, dass wir das schaffen können.“ Vorausgesetzt das Team Karl/Windisch funktioniert auch als solches. „Bei der TOUR-Transalp habe ich gesehen, wie wichtig es ist, dass man miteinander arbeitet. Als Spitzensportler musst du auch Egoist sein, aber das bringt uns hier nicht weiter.“

Auch sonst hat Karl bei seinem ersten Etappenrennen viel gelernt. „Ich habe mich drei Tage nur von Energieriegel und Gels ernährt, auf der vierten Etappe hätte ich mich fast übergeben. Diesmal werde ich mehr mit natürlicher Kost arbeiten.“ Honigbrot und Früchte statt High-Tech-Nahrung.

Auf der 3. Etappe von Mittersill nach Sillian könnte sich der vierfache Snowboard-Weltmeister sogar daheim ein Brötchen schmieren, führt diese doch fast an seiner Wohnung in Lienz vorbei. „Das wird ein richtiges Highlight! Es ist ein Downhill dabei, den ich noch nicht kenne, aber die Strecke nach Leisach bin ich sicher schon 300 Mal gefahren.“

Oft mit Mountainbike-Weltmeister Alban Lakata, der auch bei der BIKE-Transalp an den Start geht. „Lienz ist stark vertreten – hoffentlich haben wir am Ende alle gemeinsam Grund zum Jubeln.“

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Alle Erwartungen übertroffen 04. July 2015

Sieben Tage, 900 Kilometer, 21 Gipfel, 20.000 Höhenmeter: Snowboard-Star Benjamin Karl hat sich mit der Alpenüberquerung auf dem Rennrad einen Traum erfüllt.

Gemeinsam mit Mountainbiker Daniel Federspiel beendet der Niederösterreicher die hochkarätig besetzte Schwalbe TOUR Transalp in den Top-Ten. „Es war eine geniale Woche mit einem perfekten Ende“, jubelt der 29-Jährige.

Mehr als 28 Stunden hat Benjamin Karl in den letzten sieben Tagen im Sattel verbracht, um eines der anspruchsvollsten Rennrad-Etappenrennen erfolgreich zu beenden.

„Die Transalp ist für ambitionierte Hobby-Radsportler ausgeschrieben, aber das Niveau war unglaublich hoch“, lacht der Wilhelmsburger. Nachsatz: „Wer mich kennt, weiß, dass ich Herausforderungen liebe!“

Gemeinsam mit Mountainbiker Daniel Federspiel konnte der 29-Jährige auf den schwierigen Etappen vom bayrischen Sonthofen nach Arco am Gardasee - gespickt mit Pässen, die auch schon die Rad-Profis beim Giro d'Italia ins Schwitzen brachten - immer wieder Akzente setzen. „Es gab kaum eine Verschnaufpause. Anspruchsvolle Anstiege, rasante Abfahrten mit 100 km/h und mehr, ständig Attacken und Ausreißversuche - es ist jeden Tag richtig zur Sache gegangen."

Auch ein Sturz auf der 3. Etappe von Benjamin Karl konnte das „Dream-Team“ nicht stoppen. Dass es am Ende mit Platz 10 - 1:35 Stunden hinter dem siegreichen Team AX lightness - ein Top-Ten-Ergebnis wurde, damit wurden alle Erwartungen übertroffen. „Das war die Krönung für eine geniale Woche. Wir haben als Team perfekt funktioniert und alle Erwartungen übertroffen“, waren sich die beiden Ausnahmesportler einig.

Während sich Daniel Federspiel nun auf die Mountainbike-Europameisterschaft im italienischen Chies d’Alpago vorbereitet, steht auch für Benjamin Karl das nächste Bike-Abenteuer bereits vor der Tür. Denn ab 19. Juli wird er ein weiteres Mal die Alpen im Renntempo überqueren – dann mit dem Mountainbike und als Wintersport-Team.

Denn als Partnerin bei der Craft BIKE Transalp – 7 Etappen, 625 Kilometer, 19.300 Höhenmeter - steht dem erfolgreichen Snowboarder die Short-Trackerin Veronika Windisch zur Seite. „Die Vorfreude ist riesig, vor allem auf die 3. Etappe, die an Lienz vorbeiführt. Dort kann ich hoffentlich meinen Heimvorteil ausspielen.“

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"Entscheidung hat weder Hand noch Fuß!" 09. June 2015

Die Hiobsbotschaft erreichte Snowboarder Benjamin Karl am Montagnachmittag per SMS. Nämlich dass der Parallel-Slalom nach der Premiere in Sotschi bereits bei den nächsten Olympischen Spielen, also 2018 im südkoreanischen Pyeongchang, wieder aus dem Programm gestrichen wird. Eine Entscheidung, die beim Niederösterreicher natürlich auf Unverständnis stößt: „Das hat weder Hand noch Fuß!“

Zwischen den heimischen Alpin-Boardern glühen seit Bekanntwerden der folgenschweren Streichung aus dem Olympia-Programm die Drähte. „Der Parallel-Slalom war und ist eine Hauptdisziplin im Snowboarden. Mit dieser Entscheidung war überhaupt nicht zu rechnen“, hat das Internationale Olympische Comité nicht nur den 29-Jährigen überrascht.

„Bei uns im Team versteht niemand, auf welcher Grundlage dieser Entschluss gefasst wurde. Bis jetzt habe ich noch keine Erklärung bekommen, ich habe nur gehört, dass der Parallel-Riesentorlauf und der Parallel-Slalom zu wenig differenzierbar sein sollen.“ Dieses Problem, ärgert sich Benjamin Karl, hätte man aber ganz einfach aus der Welt schaffen können. „Mit einem Riesentorlauf im Single-Format und einem Parallel-Slalom. Das lasse ich nicht als Ausrede gelten.“

Vielmehr vermutet der zweifache Medaillengewinner von Olympischen Spielen (Silber in Vancouver 2010 und Bronze in Sotschi 2014; Anm.) dass man den weltbesten Freestylern, die zum Teil nach wie vor einen Bogen um FIS-Rennen und Olympische Spiele machen, mit dem Big Air, der neu ins Programm aufgenommen wurde, ein „Zuckerl“ bieten möchte.

Mit saurem Beigeschmack für die Alpin-Boarder. „Es mag schon sein, dass das IOC Sportarten bis drei Jahre vor den Spielen aus dem Programm nehmen oder hinzufügen kann. Aber ich stecke mitten in einer Olympiade, bereite mich schon jetzt gezielt darauf vor und habe auch entsprechende Vereinbarungen mit meinen Partnern und Sponsoren.“ Die nach Sotschi angetan waren von den spektakulären Bildern, die um die Welt gingen. „Die Einschaltquoten waren top, beide Bewerbe waren ausverkauft. Da muss ich mir schon die Frage stellen: Warum sperre ich ein gutes Pferd einfach wieder in den Stall?“

Benjamin Karl bleibt nur die Hoffnung, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. „Ich hoffe sehr, dass sich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel noch für uns einsetzt. Immerhin waren wir in der Vergangenheit Medaillengaranten bei Spielen.“ Insgesamt sechs Mal durften die rot-weiß-roten Alpin-Boarder über Olympia-Medaillen jubeln. Am großen Gold-Traum von Benjamin Karl hat das Aus für den Parallel-Slalom nichts geändert: „Mir reicht auch eine Disziplin, um Olympiasieger zu werden!“

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Der Traum von der Transalp 20. May 2015

Der Niederösterreicher Benjamin Karl wandelt in diesem Sommer auf den Spuren von Hannibal: der erfolgreiche Snowboarder möchte gleich zwei Mal die Alpen überqueren. Zuerst mit dem Rennrad, dann mit dem Mountainbike.

„Was mein Brett im Winter, sind meine Bikes im Sommer. Ich habe nach dem ‚Race Around Austria‘ im Vorjahr nach einer neuen Herausforderung gesucht und diese mit dem Transalp-Doppelpack gefunden“, so der 29-Jährige, der sich für die beiden Team-Bewerbe prominente Unterstützung geholt hat.

Die Zahlen zum großen Rad-Abenteuer: 1.500 Kilometer, 38.000 Höhenmeter, insgesamt 14 Etappen, unzählige Sattelstunden, je 600 Zweier-Teams aus 30 Nationen.

Den Auftakt macht die Schwalbe TOUR Transalp (28. Juni bis 4. Juli), die Benjamin Karl gemeinsam mit dem Tiroler Daniel Federspiel in Angriff nehmen wird. „Wir kennen uns von gemeinsamen Mountainbike-Rennen. Als ich ihn gefragt habe, was er am 28. Juni macht, hat er sofort gewusst worum es geht und ohne lange zu überlegen zugesagt.“

Dem Weltklasse-Mountainbiker passt das Etappenrennen perfekt in die Vorbereitung für die Titelverteidigung bei der Europameisterschaft und für das große Ziel in dieser Saison. „Im Gegensatz zum Benny fehlt mir der WM-Titel noch in meiner Sammlung. 2013 und 2014 hatte ich das Glück nicht auf meiner Seite, aber heuer klappt es hoffentlich“, so Federspiel, für den das Rennrad ein ähnlich wichtiges Trainingsgerät ist wie für Benjamin Karl.

Der Snowboarder feierte seine ersten großen Erfolge übrigens nicht auf dem Brett, das ihm heute die Welt bedeutet und auf dem er zwei Olympia-Medaillen gewonnen hat, sondern als Biker. „Ich habe sogar mein erstes Geld mit dem Radfahren verdient. Als Zangler in einem Bike-Shop und als Lizenzfahrer.“ Ein 3. Platz bei den U15-Landesmeisterschaften brachte dem vierfachen Weltmeister sein erstes Preisgeld ein.

Die Craft BIKE Transalp (19. bis 25. Juli) wird Benjamin Karl mit Veronika Windisch, Olympia-Teilnehmerin im Short Track, bestreiten. „Wir kennen uns von Bundesheer, wo wir nach dem Dienst oft gemeinsam trainiert haben. Allerdings nicht auf dem Rad, da sind wir meist nur zum nächsten See gefahren“, lacht Benny.

Mittlerweile sammelt Windisch auch am Rad national wie international Spitzenplätze, so gewann sie bei der Weltradsportwoche 2014 in Hartberg das Kriterium, das Straßenrennen und das Zeitfahren. „Für die Transalp verlege ich meine Trainingseinheiten vermehrt in den Wald, mit dem Schöckel habe ich ein super Terrain zum Üben.“ Den finalen Feinschliff holt sich das Duo Karl/Windisch bei einem gemeinsamen Trainingslager.

 

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Laufen für all jene, die es selbst nicht können 01. April 2015

Hi Leute!

Auch wenn es in weiten Teilen Österreichs aktuell nicht so aussieht: der Frühling kommt mit großen Schritten näher. Ich hab‘ schon die ersten Bike-Einheiten in der Tasche. Und ich hab auch schon die Laufschuhe vorbereitet. Weil bis zum Wings for Life World Run ist es nur noch ein Monat.

Es wird wieder ein echtes Heimspiel für mich, denn der Start erfolgt wie 2014 im Sportzentrum NÖ in St. Pölten. Die Stimmung war schon im Vorjahr sensationell, aber – da lege ich mich fest – sie wird heuer noch besser sein. Der Lauf ist mit 7.000 Läuferinnen und Läufern längst ausgebucht und das größte der insgesamt 35 Events in 33 Ländern weltweit. Ziemlich geil!

Das Prinzip ist gleich: Alle laufen gemeinsam los, eine Ziellinie gibt es nicht. Stattdessen geht eine halbe Stunde das Catcher Car auf die Strecke, das so lange fährt, bis der letzte Teilnehmer eingeholt ist. Hinter dem Steuer sitzt mein Kumpel Reini Sampl, ein begnadeter Gasgeber und der richtige Mann für diesen Job.

Ich weiß noch nicht, wann er mich catchen wird, aber die 36 Kilometer vom letzten Jahr werde ich aufgrund meiner Rückenprobleme wahrscheinlich nicht toppen. Aber ohne Zielsetzung geht es nicht: einen Halbmarathon möchte ich schon absolvieren.

Im Vordergrund steht aber der Spaß und die gute Sache, nämlich laufen für all jene, die es selbst nicht können. Das werden in St. Pölten auch meine Wintersport-Kollegen Marcel Hirscher, Gregor Schlierenzauer und die Ex-Kollegen Thomas Morgenstern und Andreas Goldberger sein.

Neben dem Wings for Life World Run findet erstmals auch ein Kids Race statt, für das es noch Startplätze gibt. Wer noch mitlaufen und sich mit der Welt messen möchte, muss heuer ins benachbarte Ausland ausweichen. In Bratislava, Verona, München oder Ljubljana gibt es noch Startplätze. Also nichts wie ran an die Tasten und auf www.wingsforlifeworldrun.com anmelden.

Bis zum nächsten Mal,

euer Benny

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Endlich wieder am Stockerl 07. March 2015

Hi Leute,

das Warten hat ein Ende. Fast auf den Tag genau drei Jahre nach meinem letzten Stockerlplatz im Weltcup – das war 2012 im Parallel-Riesentorlauf von La Molina - hat es endlich wieder geklappt. Endlich!

Ich bin schon mit einem super Gefühl nach Moskau gekommen. Als ich die Mega-Rampe gesehen habe, sind mir sofort die Bilder von 2010 in Erinnerung gekommen. Damals wurde ich ebenfalls Zweiter. Aber dass es so gut läuft, damit war nicht zu rechnen.

Zu viele Höhen und Tiefen habe ich in der letzten Zeit durchgemacht, zu viel in diesen drei Jahren erlebt. Ich habe aber nie aufgegeben, immer weiter gearbeitet, am Material getüftelt und alles versucht, um nicht nur bei den Großereignissen sondern auch im Weltcup wieder ganz oben zu stehen.

Den Spaß habe ich nie verloren, aber das Gefühl war in Moskau doch irgendwie anders. Es hat sich schon in der Qualifikation super angefühlt – fünftschnellste Zeit. Im Finale bin ich dann so richtig ins Fahren gekommen und konnte endlich die Sau rauslassen. Erst gegen Masaki Shiba, dann gegen Patrick Bussler und im Halbfinale auch gegen Roland Fischnaller.

Im Finale gegen Justin Reiter habe ich noch einmal alles riskiert – ich wollte unbedingt gewinnen. Leider wurde das Risiko nicht belohnt. Am Pro-Jump habe ich den Sprung zu wenig gedrückt, bin zu weit geflogen. Sturz statt Sieg. Aber meine Freude ist dennoch riesengroß.

Auch weil ich beim Weltcup-Finale in Winterberg nächsten Samstag die Chance auf einen Stockerlplatz im Slalom-Weltcup habe.  Und wer weiß, vielleicht stehe ich dann sogar wieder ganz oben. Ich weiß jetzt wieder, was ich zu tun habe, um schnell zu sein.

 

Bis zum nächsten Mal,
euer Benny


PS: Glückwunsch an meine Teamkollegin Claudia Riegler, die 13 Jahre (!) nach ihrem letzten Sieg wieder ein Weltcup-Rennen gewinnen konnte. Hoffentlich muss ich nicht so lange warten! ;-)

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Harakiri führt zum Tod 28. February 2015

Hi Leute,

ich melde mich direkt von der Piste in Asahikawa. Leider komme ich heute früher dazu, meinen Blog zu schreiben als erhofft, denn zum ersten Mal in dieser Saison war für mich in der Qualifikation Endstation. Das Risiko wurde nicht belohnt.

Ich bin mit dem neuen Set-Up und der neuen Abstimmung zwei Mal auf der Ferse ausgerutscht. Zwei Mal zu viel bei dieser Dichte. Ich hab’s probiert, aber: Harakiri führt unausweichlich zum Tod, das hätte man wissen können.

Damit kann ich mir auch die Top-3 im Gesamt-Weltcup in die Haare schmieren. Morgen im Parallel-Slalom geht es zurück zum gewohnten Material. Am Motto hat sich nichts geändert: Es gibt nur ein Gas – Vollgas!

 

Bis zum nächsten Mal,
euer Benny

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Pause für die Benny-Platte 26. February 2015

Kon'nichiwa!

Meine Reise nach Japan steht unter dem Motto: No risk, no fun!

Denn ich habe im Training auf der Simonhöhe gemerkt, dass mein Set-Up, so wie ich es in den letzten Jahren gefahren bin, im Flachen nicht das Schnellste ist. Da hat die Benny-Platte gegen das Modell Allflex klar das Nachsehen.

Also habe ich meinen verletzten Teamkollegen Andi Prommegger um Hilfe gebeten. Danke an dieser Stelle an Andi, dass er mir sein Material zur Verfügung stellt. Die ersten Tests waren vielversprechend, auch wenn die Bedingungen nicht optimal waren.

Ein weiterer Test mit dem PGS-Board folgt, aber ich werde mit ziemlicher Sicherheit in den vier verbleibenden Rennen mit dem neuen Set-Up fahren.

Eine Frage bleibt vorm Doppelpack in Asahikawa noch: Ist der Vorteil der Allflex-Platte so groß, dass er den ‚Verlust‘ des vertrauten Materials wettmachen kann? Es bleibt spannend …


Bis bald,
euer Benny

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Sehnsucht nach dem Stockerl 07. February 2015

Hi Leute,

schaut ganz so aus, als hätte ich den 5. Platz am Sudelfeld abonniert. Mein Achtelfinale gegen Stanislav Detkov aus Russland war ein echter Hundertstelkrimi – mit dem besseren, weil schnelleren Ende für mich.

Im Viertelfinale habe ich es dann mit Sylvain Dufour zu tun bekommen. Wir waren beide nicht fehlerfrei, leider hat er heute ein paar weniger gemacht als ich. Ich nehme aber neben 450 Weltcup-Punkten auch wieder viel Positives aus Bayrischzell mit.

Die Form passt, ich hatte ein paar wirklich sehr schnelle Schwünge dabei. Jetzt heißt es weiterarbeiten bis zu den nächsten Rennen Ende Februar im japanischen Asahikawa, damit ich dort so richtig die Wildsau rauslassen kann. Weil ich will im Weltcup endlich wieder einmal ins Semifinale – oder noch besser gleich aufs Stockerl.

Vielleicht muss ich mir ein paar Tipps bei meiner Teamkollegin Marion Kreiner holen. Sie hat am Sudelfeld die kleine Kristallkugel im PGS gewonnen. Herzlichen Glückwunsch auch auf diesem Weg! ;-)

Bis zum nächsten Mal,
euer Benny

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Schluss mit den Experimenten 05. February 2015

Hi Leute,

unglaublich, aber wahr: die Saison biegt schon wieder auf die Zielgerade ein. Am Samstag steht am Sudelfeld bereits der dritte und zugleich vorletzte Parallel-Riesentorlauf auf dem Programm.

Zur Einstimmung war ich am Donnerstag auf der ISPO in München, habe mich mit den neuesten Wintersport-Trends vertraut gemacht. Natürlich habe ich auch bei meinen Partnern und Sponsoren vorbeigeschaut und dabei viel Spannendes entdeckt.

Nun heißt es aber wieder: Schalter umlegen, Rennmodus an. Vor der Anreise nach Bayrischzell hatte ich zwei super Trainingstage auf der Reiteralm. Das Gefühl im PGS ist wieder so, wie es sein soll, die Form müsste passen.

Abgesehen vom Vorjahr, wo ich nach einem Torfehler disqualifiziert wurde, war das Sudelfeld für mich eigentlich immer eine Reise wert. 2008 konnte ich das Rennen gewinnen, zwei Jahre später war ich Zweiter, mein schlechtes Ergebnis ist ein siebenter Platz.

Gespannt bin ich, was der neue Austragungsmodus bringt. Wir fahren bereits am Freitag die Qualifikation, das Finale der Top-16 findet dann am Samstag statt – und zwar im Re-Run-Format. Also mit Hin- und Rücklauf. Meine Meinung dazu: ich finde es gut, dass man sich Gedanken über das ideale Rennformat macht, aber schön langsam sollten die Experimente ein Ende finden.

Bis zum nächsten Mal,
euer Benny

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Die Bronzemedaille glänzt wie Gold 23. January 2015

Benjamin Karl bleibt DER Spezialist für Großereignisse im österreichischen Snowboard-Team. Der Niederösterreicher carvte bei der Heim-WM im Lachtal im Parallel-Riesentorlauf zur Bronzemedaille.

Für den 29-Jährigen ist es das siebente Edelmetall in Folge bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. „Für mich glänzt diese Bronzemedaille wie Gold“, strahlte der Vierfach-Weltmeister im Ziel.

Noch bei der Siegerehrung gab er Töchterchen Benina, die das oberste Treppchen in Beschlag nahm, ein Versprechen: „Beim nächsten Mal stehe ich wieder ganz oben!“


Benjamin Karl spricht im Interview über …


… den Gewinn der Bronzemedaille: „Ich hatte das Glück, dass ich mich als 8. qualifiziert habe und mir dann insgesamt drei Mal den Kurs aussuchen durfte. Am blauen Kurs konntest du heute nur gewinnen, wenn dein Gegner am roten Kurs einen Fehler gemacht hat. Ich habe im Halbfinale gegen Sobolev am blauen Kurs alles gegeben, aber er ist in einer bestechenden Form und ein verdienter Weltmeister.“


… die Wut im Bauch nach dem Parallel-Slalom: „In Sotschi die Präsidentenschelte, gestern der Ärger mit der Kursauswahl. Wir haben das beim Abendessen ausgeräumt, damit war das für mich erledigt. Ich war auch eher sauer, weil meine Performance nicht so war, wie ich mir das vorgestellt habe. Aber dadurch wurden meine Aggressivität und mein Kampfgeist wieder geweckt.“


… die lädierte Bandscheibe: „Es sticht im Rücken, ich habe meine Zehen nicht gespürt. Das ist ein ungutes Gefühl, ich werde das nach der Saison auch behandeln lassen. Aber beim Fahren habe ich nichts gespürt.“


… das Geheimnis seines Bronze-Boards: „Ich habe das Brett erst letzte Woche von Kessler bekommen und bin es vor der WM nur zwei Mal gefahren. Das Board geht mehr in Richtung Freecarve, wie es auch Hobbysportler verwenden. Nach dem Einfahren habe ich mich für das neue Board entschieden. Ich habe mich wie schon in Sotschi auf mein Bauchgefühl verlassen – und bin wieder nicht enttäuscht worden.“


… die Heim-Weltmeisterschaft: „Ich habe schon bei der Eröffnungsfeier und auch in den letzten Tagen die gute Stimmung aufgesaugt. Das fängt bei den Fans an und hört bei den vielen freiwilligen Helfern auf, die alle mit Herz dabei waren. Aber es war auch klar, dass sie uns siegen sehen wollten. Zum Glück konnten wir an beiden Tagen eine super Show abliefern und etwas für die tolle Arbeit zurückgeben.“


… die WM-Piste im Lachtal: „Einige Läufer haben zu mir gesagt, dass es die beste Piste war, die wir überhaupt jemals bei einem Großereignis hatten. Andere haben gemeint, dass wir zumindest in dieser Saison noch nicht bei so guten Bedingungen gefahren sind. Dieses Kompliment gebe ich gerne weiter, die Organisatoren und das Pisten-Team haben ganze Arbeit geleistet.“


… Weltmeisterin Claudia Riegler: „Wir sind in der Früh gemeinsam am Lift gefahren. Sie hat gelacht und sich gefreut, dass sie wieder bei der WM dabei ist. Diese Freude war sicher der Schlüssel zum Erfolg. Mit einem hat sie sicher recht: Wir haben den geilsten Job der Welt!“
… den Rest der ÖSV-Herren: „Wir sind stärker, als wir uns bei der WM präsentiert haben. Im Training haben wir uns brutal gematcht, die Jungs sind alle sauschnell. Da hätte auch jeder andere eine Medaille gewinnen können. Andi Prommegger ist vor dem Halbfinale zu mir gekommen und hat gemeint: Bursche, jetzt musst du es für uns richten. Zum Glück ist mir das gelungen.“


… die nächsten Ziele: „Als Benina bei der Siegerehrung auf das oberste Treppchen gestiegen ist, hat sie zu mir gesagt, dass ich raufkommen soll. Ich habe ihr versprochen, dass wir das in zwei Jahren nachholen. Mein Ziel ist weiterhin, dass ich der erfolgreichste Snowboarder aller Zeiten werde. Vielleicht kann ich in dieser Saison noch in den Kampf um den Gesamt-Weltcup eingreifen.“

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Fehleinschätzung mit Folgen 22. January 2015

Hi Leute,

ein Satz mit X: das war heut‘ nix! Dabei bin ich in der Früh mit einem sehr guten Gefühl aufgestanden. Und auch die Qualifikation für den Parallel-Slalom bei der WM im Lachtal hat mit der 6.-schnellsten Zeit eigentlich gut gepasst. Aber dann ist leider einiges schief gegangen.

Da ich mich in der Qualifikation auf dem blauen Kurs deutlich besser gefühlt habe, habe ich mich für das Achtelfinale gegen Rok Marguc aus Slowenien auch für blau entschieden. Als dann aber die Quali-Schnellsten alle rot gewählt haben, bin ich doch ein bisschen ins Grübeln gekommen und habe bei den Trainern nachgefragt. Die haben mir aber gesagt, dass ich auf dem blauen Kurs bleiben soll, weil der schneller sei.

Ein verpatzter Lauf später auf dem langsameren Kurs war der Parallel-Slalom für mich auch schon wieder vorbei. Nur Platz 10. Shit happens! Wir alle machen Fehler, ich war in meinem Lauf auch nicht fehlerfrei, aber dass wir ausgerechnet bei der Heim-Weltmeisterschaft so danebenhauen ärgert mich doch.

Zum Glück haben uns die Mädels rausgerissen. Herzliche Gratulation auch meinem Red-Bull-Teamkollegen Roland Fischnaller, der aufgrund seiner Leistungen in diesem Winter ein verdienter Weltmeister ist. Ein paar Fans haben mich im Zielraum gefragt, wie ich die Enttäuschung verarbeite und mich für den PGS neu fokussiere? Ich werde ein bisschen Zeit mit der Familie und dem Fanklub verbringen, um auf andere Gedanken zu kommen.

Und dann wird der Blick nach vorne gerichtet, weil wie heißt es so schön: neuer Tag, neues Glück! Hoffentlich ist es morgen auf meiner Seite.

Ich melde mich nach dem Parallel-Riesentorlauf wieder bei euch,
euer Benny

 

PS: Danke an alle, die heute im Lachtal dabei waren für die super Stimmung. Und danke auch für die tolle Unterstützung via Facebook und Instagram.

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Vollgas trotz Bandscheibenvorfall 17. January 2015

Hi Leute,

diesmal leider mit schlechten Nachrichten. Ich habe schon länger gespürt, dass irgendetwas nicht passt. Ich hatte zum Beispiel weniger Kraft im linken Fuß, habe meine Zehen nicht mehr gespürt und war in der Feinmotorik eingeschränkt. Nach einer MR-Untersuchung im Krankenhaus ist es nun Gewissheit. Diagnose: Bandscheibenvorfall.

Hört sich schlimm an, aber ich habe auch gleich eine gute Nachricht für euch: meine beiden WM-Einsätze im Lachtal sind nicht in Gefahr! Ich werde im Parallelslalom und im Parallelriesentorlauf auf jeden Fall an den Start gehen.

Bis zum ersten Rennen werden wir probieren, dass wir die Probleme mit Hilfe von Physiotherapie und Voltaren in den Griff bekommen. Und dann heißt es halt Zähne zusammenbeißen. Ich denke weiter positiv und bin überzeugt, dass ich bei der Heim-WM an die Leistungen der letzten Rennen anknüpfen kann.

Bei einigen von euch werden jetzt vielleicht Erinnerungen an meine allererste Weltmeisterschaft in Südkorea wach. Damals habe ich mir sechs Wochen vor den Rennen das Sprungbein gebrochen – und dann trotzdem Gold geholt. Es wäre natürlich schön, wenn das wieder klappt, aber man kann die beiden Situationen nicht wirklich miteinander vergleichen.

2009 konnte ich vor der WM wirklich gar nichts machen. Mit dem Bandscheibenvorfall habe ich in den letzten Wochen unbewusst gelernt umzugehen, das sollte also passen. Drückt mir die Daumen!

Bis zum nächsten Mal,

euer Benny

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Das war Gänsehaut pur! 16. January 2015

Hi Leute,

das Warten hat ein Ende! Die FIS Freestyle Ski & Snowboard Weltmeisterschaft am Kreischberg und im Lachtal ist eröffnet. Die Opening Ceremony, der Einmarsch mit meinen Teamkollegen, die Musik-Acts von Hip-Hop bis zur Blasmusikkapelle – es war einfach Gänsehaut pur!

Ich habe bis zu meinem ersten Renneinsatz noch ein bisschen Zeit. Der Parallelslalom steigt erst am nächsten Donnerstag. Bis dahin wird fleißig trainiert. Ich werde auch noch einmal kurz nach Hause fahren, um dem WM-Trubel ein bisschen zu entkommen, ehe es dann ernst wird.

Auch wenn es bereits meine vierte Weltmeisterschaft ist, in Sachen Vorbereitung bin ich Perfektionist, da überlasse ich nichts dem Zufall. Schließlich habe ich Großes vor – nämlich meine 5. Goldmedaille zu gewinnen! Damit wäre ich der erfolgreichste Snowboarder bei Weltmeisterschaften aller Zeiten.

Zuvor muss aber auch ein bisschen Spaß sein, bei einer Snowboard-WM darf die Party klarerweise nicht zu kurz kommen. Der erste Höhepunkt im Party-Kalender steigt am 17. Jänner in der Jaga Alm direkt an der Halfpipe– und das Beste daran: ihr könnt mit mir feiern. Ich verlose auf meiner Facebook-Seite 3 x 2 Tickets für die ganz besondere Kreischberg Experience!

Auf dich warten die besten Plätze beim Halfpipe-Finale, free Drinks, gutes Essen und nachdem die Medaillen vergeben sind, geht es auf der Red Bull Live Party im Snowcircus weiter. Ich drücke euch die Daumen und freue mich auf euch – aber jetzt nichts wie ran an die Tasten!

Bis zum nächsten Mal,

euer Benny

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Gehe nicht auf die Suche! 10. January 2015

Hi Leute,

unser neuer Mixed-Bewerb ist echt ein Riesenspaß! Ich finde immer mehr Gefallen an diesem neuen Format. In Bad Gastein hatten wir 32 Teams am Start – es geht also in die richtige Richtung. Und wie ich meine zurecht: der Mixed-Bewerb ist spannend und eine echte Bereicherung in unserem Kalender.

Die Piste war trotz der hohen Temperaturen relativ hart. Dadurch war es möglich, die Linie zu variieren und nicht nur die brutalen Carverschwünge von weit außen zu fahren. Claudia (Riegler; Anm.) und ich haben heute einen super Job gemacht, auch wenn es im kleinen Finale gegen die Geschwister Sobolova/Sobolev aus Russland ganz knapp nicht gereicht hat.

Natürlich wäre ich vor heimischem Publikum gerne am Stockerl gestanden, speziell im letzten Rennen vor der Snowboard-WM im Lachtal. Aber ich fange jetzt nicht an, diese eine Zehntelsekunde zu suchen.

Meine Bilanz vom Rennwochenende fällt auch ohne Top-3-Ergebnis positiv aus, weil ich an beiden Tagen gespürt habe, dass mir mehr und mehr Schwünge so gelingen, wie ich mir das vorstelle.

Nach dem Mixed-Bewerb hat das ÖSV-Präsidium den erweiterten WM-Kader nominiert. Die gute Nachricht: ich werde zwei Mal um die Medaillen kämpfen!

Bis zum nächsten Mal – dann wahrscheinlich schon von der WM,

euer Benny

 

Vorläufiger WM-Kader Parallel-RTL

Damen: Julia Dujmovits, Marion Kreiner, Claudia Riegler, Sabine Schöffmann

Herren: Benjamin Karl, Sebastian Kislinger, Lukas Mathies, Anderas Prommegger, um den 5. Startplatz fahren Alexander Payer und Anton Unterkofler eine Qualifikation.

Vorläufiger WM-Kader Parallel-Slalom

Damen: Julia Dujmovits, Marion Kreiner, Sabine Schöffmann, um den 4. Startplatz fahren Ina Meschik und Claudia Riegler eine Qualifikation.

Herren: Benjamin Karl, Sebastian Kislinger, Lukas Mathies, Andreas Prommegger

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Ein Rennen, zwei Gesichter 09. January 2015

Hi Leute,

der Parallelslalom in Bad Gastein war richtig gute Werbung für den Snowboardsport. Man hat schon in der Qualifikation gesehen, dass die Weltspitze noch einmal enger zusammengerückt ist. Zwischen dem Schnellsten und Platz 16 waren 8 Zehntel, die Plätze 9 bis 15 waren nur durch eine Zehntel getrennt. Das hatte sicher auch mit den super Bedingungen zu tun.

Mein Problem ist derzeit, dass ich in der Quali einfach nicht richtig auf Touren komme. Und mit der 15. Zeit kannst du dir kaum einmal den Lauf aussuchen. Das ist natürlich doppelt bitter, wenn die Kurse unterschiedlich schnell sind, was in Bad Gastein offensichtlich war. Positiv war, dass ich mich im Finale gut steigern konnte, da waren einige sehr, sehr gute Schwünge dabei.

Speziell gegen Doppel-Olympiasieger Vic Wild, den ich ziemlich abhängen konnte. Gegen Patrick Bussler wollte ich mich für das Ausscheiden von Andi Prommeger revanchieren und habe voll riskiert. Es hat nicht viel gefehlt, aber leider ist es sich knapp nicht ausgegangen.

Nach dem Rennen wurde ich gefragt, ob ich bei der Snowboard-WM im Lachtal beide Bewerbe bestreite, also Riesentorlauf, wo ich Titelverteidiger bin, und Slalom. Die Entscheidung treffen andere. Ich gehe aber davon aus, dass ich als Bester im Montafon und Zweitbester in Bad Gastein auch im Slalom ganz gute Karten habe. Lassen wir uns überraschen …

Bis zum nächsten Mal,

euer Benny

 

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Weg von meiner Ideallinie 08. January 2015

Hi Leute,

ich melde mich heute aus Bad Gastein, wo wir am Freitag (Parallelslalom) und Samstag (Mixed-Bewerb) unsere Generalprobe für die Snowboard-Weltmeisterschaft fahren.

Noch zwei Wochen bis zum ersten WM-Einsatz – und ich muss gestehen, dass auch bei mir das Kribbeln bereits eingesetzt hat. Das liegt sicher auch an den super Trainingstagen, die ich zuletzt im Lachtal hatte.

So langsam lerne ich die Tücken der WM-Piste kennen und ihre Vorzüge zu schätzen. Aber zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten, weil man weiß ja nie, wer mitliest. Aber so viel kann ich sagen: wenn ich die Augen schließe und an die WM denke, habe ich seit ein, zwei Tagen ein gutes Gefühl.

Auch weil ich über Weihnachten draufgekommen bin, warum es mir in den letzten Jahren oft so schwer gefallen ist, ans Limit zu gehen. Mit den „neuen“ Platten muss man eine andere Linie fahren. Brutal carven ja, aber ein bisschen runder und nicht so aggressiv und gerade.

Für mich war es eine große Umstellung, denn wie ihr euch vorstellen könnt, ist es nicht einfach, ein über Jahre perfektioniertes Muster zu verändern. Aber die Rennen im Montafon waren ein großer Schritt in die richtige Richtung – und nun hoffe ich, dass ich in Bad Gastein den nächsten machen kann.

Der Buchebenhang kommt mir entgegen, da er sehr steil ist.  Und natürlich werden Erinnerungen an die Saison 2011 wach. Vor vier Jahren habe ich in Bad Gastein das letzte Rennen vor der Weltmeisterschaft gewonnen – und bin kurz darauf in La Molina Doppel-Weltmeister geworden. Mal schauen, was am Freitag möglich ist! ;-)

 

Ich melde mich nach dem Rennen wieder bei euch,

euer Benny

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Rutscht gut rüber! 30. December 2014

Hi Leute,

ich wollte mich vor Silvester noch einmal bei euch melden. Ich hoffe ihr habt die Weihnachtsfeiertage gut verbracht. Ich für meinen Teil habe die Zeit daheim und mit meiner Family richtig genossen. Gerade während der Saison ist es viel wert, wenn man in vertrauter Umgebung die Akkus aufladen kann.

Weil die FIS Freestyle Ski & Snowboard-Weltmeisterschaft am Kreischberg und im Lachtal rückt mit großen Schritten näher. Und jetzt kann sie auch wirklich kommen, dem Winter sei Dank. Die Bedingungen vor Ort sind bereits sehr gut, davon konnte ich mir beim gemeinsamen Training mit meinen Teamkollegen selbst ein Bild machen.

Apropos Bild: beeindruckende Bilder habe ich auf der Kinoleinwand gesehen. Glückwunsch an Gerald Salmina, meinen Kumpel Axel Naglich und die ganze Crew – mit „Streif – One Hell Of A Ride“ ist euch wirklich ein Meisterwerk gelungen. Wer den Film noch nicht gesehen hat, dem kann ich einen Kinobesuch wirklich nur wärmstens empfehlen.

Abschließend möchte ich euch passend zum Jahreswechsel noch ein cooles Tool ans Herz legen. Auf www.redbull.at/meinvorsatz könnt ihr eure Neujahrsvorsätze zum Cartoon machen und mit der Welt teilen.

Meinen Vorsatz findet ihr bereits auf meiner Facebook-Seite. So viel kann ich schon verraten: Es hat etwas mit der Snowboard-WM zu tun! In diesem Sinne: Rutscht gut rüber, egal ob Backside oder Frontside! ;-)

Bis zum nächsten Mal,
euer Benny

 

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Mein Wunsch ans Christkind 23. December 2014

Hi Leute,

ich wollte mich vor Weihnachten noch einmal kurz bei euch melden. In erster Linie, um euch ein frohes Fest und besinnliche, erholsame und stressfreie Feiertage zu wünschen. Ich freue mich auf ein paar Tage daheim im Kreise meiner Lieben.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt nicht, denn die Snowboard-WM am Kreischberg beziehungsweise im Lachtal rückt mit großen Schritten näher. Drei Wochen sind es noch bis zur Eröffnung, in einem Monat kennen wir die neuen Weltmeister in GS und Slalom.

Mein Wunsch ans Christkind: dass der Winter endlich kommt! Hoffentlich wird es in den nächsten Tagen wirklich ein bisschen kälter, damit wir bei der WM optimale Bedingungen haben. An meiner Mission hat sich nichts geändert: ich möchte zum 5. Mal in Folge WM-Gold gewinnen.

So knapp vor dem Saison-Höhepunkt ist die Weihnachtspause natürlich keine Pause. Ich werde auch über die Feiertage fleißig trainieren und weiter an meiner Performance arbeiten. Das muss übrigens nicht immer auf dem Snowboard passieren.

In den letzten Tagen habe ich mich auf die Suche nach dem Schnee gemacht und bin ein paar schöne Ski-Touren gegangen. Das macht stark und man kann dabei wunderbar auf andere Gedanken kommen. Zum Beispiel, was ich euch in meinem nächsten Blog berichte …


Habt es schön und genießt die Weihnachtszeit,

euer Benny

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Eine gelungene Weltpremiere 19. December 2014

Hi Leute,

ich würde sagen: die Weltpremiere ist geglückt. Oder wie habt ihr den Mixed-Teambewerb im Parallelslalom gesehen? Ich finde das Format cool und bin überzeugt, dass es Zukunft hat. Gemeinsam mit der gestern siegreichen Sabine (Schöffmann; Anm.) bin ich auf Platz 5 gefahren. Damit waren wir wieder die schnellsten Österreicher.

Die Bedingungen waren so, wie ich es eigentlich sehr gerne mag. Aber man hat schon noch gesehen, dass wir solche Verhältnisse heuer noch nicht oft gehabt haben und deshalb auch nicht trainieren konnten.

Schade, dass es im Viertelfinale gegen die späteren Dritten Tomoka Takeuchi und Masaki Shiba aus Japan um eine Hundertstelsekunde nicht gereicht hat. Eine Hundertstel, weniger geht nicht. Schad drum, aber das zeigt auch, dass die Top-Teams auf Augenhöhe fahren und die Dichte noch größer geworden ist.

Nur einer steht derzeit über dem Rest: Roland Fischnaller, der von Sieg zu Sieg carvt und die bisherigen drei Rennen gewonnen hat. Deshalb wird über Weihnachten und Neujahr weiter fleißig trainiert, um den Abstand weiter zu verkleinern. Und dann klappt es beim nächsten Weltcup-Stopp in Bad Gastein hoffentlich mit dem Stockerl.


Bis zum nächsten Mal,
euer Benny

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Übung macht den (Welt-)Meister 18. December 2014

Hi Leute,

ich habe heute im Slalom alles umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe. Nicht nachdenken, nur Gas geben. Am Ende wurde es der 4. Platz, normalerweise ein undankbares Ergebnis, aber ich bin mit meiner Performance wirklich sehr zufrieden. Es geht definitiv in die richtige Richtung.

Es ist ja kein Geheimnis, dass ich harte, eisige Pisten bevorzuge. Und schon bei der Besichtigung war klar, dass es das wieder nicht spielt und es eine „Wandel-Partie“ wird. Aber ich habe den Kopf nicht hängen lassen und mich daran erinnert, wie viel ich in den drei Wochen Trainingslager in den USA bei diesen Bedingungen dazugelernt habe.

Wie heißt es so schön: Übung macht den (Welt-)Meister. Klar, Training und Rennen sind zwei verschiedene Paar Schuhe, deshalb freut es mich umso mehr, dass ich es so umsetzen konnte. Und das gute Gefühl festigt sich mit jedem Lauf mehr.

Apropos gutes Gefühl: das habe ich auch für den morgigen Mixed-Bewerb, der im Montafon eine Weltpremiere feiert. Spaß und Spannung sind garantiert! Ich werde gemeinsam mit Sabine (Schöffmann; Anm.) fahren, die heute ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert hat. Helm ab vor unseren Damen, die mit zwei Siegen in zwei Rennen einiges vorgelegt haben. Hoffentlich gelingt uns morgen der dritte Streich!

 

Drückt mir die Daumen,
euer Benny

 

PS: Der Mixed-Teambewerb wird wieder auf ORF eins übertragen. Los geht’s ab 10:40 Uhr.

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Die Sicht der Dinge 17. December 2014

Hi Leute,

der Weltcup-Auftakt in Carezza ist leider nicht ganz so verlaufen, wie ich mir das gewünscht habe. Mein Ausfall war ärgerlich, weil ich aus dem Training weiß, dass ich es drauf habe und vom Speed her wieder voll dabei bin. Aber ich traue es mir im Rennen noch nicht zu. Woran das liegt?

Die letzten Jahre waren ergebnistechnisch– abgesehen von den Großereignissen wie Olympische Spiele und Weltmeisterschaften – leider bescheiden. Da habe ich mir ein Trauma eingefangen, dadurch fehlt ein bisschen das Selbstvertrauen. Die gute Nachricht ist: ich weiß, was ich im Montafon anders machen muss. Nämlich ohne an ein bestimmtes Resultat oder den Sieg zu denken wieder auf der Piste die Wildsau rauszulassen und so richtig geil zu fahren.

Ich habe Spaß an jedem Schwung. Mir fehlt nur dieses eine Erfolgserlebnis, damit der Knopf wieder aufgeht. Dass ich beim Heim-Rennen die Chance habe, einen Schritt nach vorne zu machen, freut mich ganz besonders. Nirgendwo fahre ich lieber als in Österreich.

Das Einfahren war super, hoffentlich kommt es mir ein bisschen entgegen, dass ich mich im Slalom ein Stück weit wohler fühle als im Riesentorlauf. Bis auf das mentale Fein-Tuning ist alles angerichtet für zwei super Renntage auf einem Hang, der ideal für mein Motto ist: es gibt nur ein Gas – Vollgas!

 

Drückt mir die Daumen,

euer Benny

 

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